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Vivendi verdient im zweiten Quartal über Marktprognosen

07.09.2006

Geänderte Gewinnberechnung

In Anlehnung an die Praxis großer europäischer Unternehmen weist Vivendi zum 30. Juni 2006 unter anderem das Ergebnis ohne immaterielle Vermögenswerte aus. Das bisherige Ergebnis aus dem operativen Geschäft (EFO) wird durch das EBITA ersetzt. Auf dieser Grundlage hätte der bereinigte Überschuss im Jahr 2005 bei 2,218 Milliarden gelegen, verglichen mit ursprünglich ausgewiesenen 2,078 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr 2006 geht Vivendi von einem bereinigten Nettogewinn von 2,6 Milliarden aus. Dies entspräche einer Steigerung von 17,2 Prozent. Konkret wurde ein Wachstum von "mindestens 16 Prozent" in Aussicht gestellt. Gleichzeitig kündigte Vivendi-Chef Jean-Bernard Levy an, der an die Aktionäre ausgezahlte Anteil des Nettogewinns werde auch weiterhin über 50 Prozent liegen. Dies impliziere eine für das Geschäftsjahr steigende Dividende.

Mittwoch hatte Vivendi Universal mitgeteilt, den Bertelsmann-Musikverlag BMG Music Publishing für 1,63 Milliarden Euro übernommen zu haben. Mit der Übernahme von BMG Music Publishing steigt Vivendi in der weltweiten Musikverlagsbranche vom dritten auf den ersten Platz mit einem geschätzten Marktanteil zwischen 24 und 28 Prozent. Auf den weiteren Rängen folgen nun die EMI Group und die Warner Group. BMG Music Publishing erwirtschaftete im 2005 einen Umsatz von 371 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 81 Millionen Euro. (dpa/tc)