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Virus lockt mit angeblichem Selbstmord Bin Ladens

26.07.2004

Fotos vom angeblichen Selbstmord Osama Bin Ladens sollen Internet-Nutzer dazu animieren, eine im Web verfügbare Datei zu öffnen und sich auf diese Weise einen Virus einzufangen. Seit vergangenem Freitag kursieren nach Angaben von Antivirus-Spezialist Sophos zahlreiche Meldungen in Newsgroups und Internet-Massage-Boards, nach denen CNN-Reporter vor einigen Tagen den erhängten Terroristenführer entdeckt haben sollen. Bildmaterial, das den Tod Bin Ladens belegen soll, sei bis dato noch nicht veröffentlicht worden, da die US-Regierung zunächst dessen Identität überprüfen wolle. Die Messages verweisen auf eine Internet-Seite, von der sich eine Datei - mit angeblichen Beweisfotos - herunterladen lässt. Anstelle der versprochenen Bilder enthält diese jedoch einen bereits seit einigen Monaten bekannten IRC-Backdoor-Trojaner namens "Troj/Hackarmy-A", der es Hackern ermöglicht, die Kontrolle über den infizierten Rechner zu gewinnen.

"Hacker und Virenschreiber kommen auf die tollsten Ideen, um Leute dazu zu bringen, ihre Schadprogramme auszuführen", so Christoph Hardy, Security-Berater bei Sophos. In diesem Fall setze der Hacker offensichtlich auf die menschliche Sensationsgier und das allgemeine Interesse an der Terrorismusbekämpfung. (kf)