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Einsatz von Optane bei Telefónica

Virtuelles Rechenzentrum erfüllt höchste SLAs

27.03.2020
Die Public-Cloud-Provider stehen vor großen Herausforderungen. Immer höhere Performance-Anforderungen und Multi-Hybrid-Cloud-Umgebungen sind mit alten Infrastrukturen nicht mehr zu lösen. Die spanische Telefónica konnte mithilfe von Optane DC SSDs die Latenzzeiten in ihrem Virtual Data Center drastisch senken.

Das spanische Telekommunikations-Unternehmen Telefónica gehört zu den weltweit größten Anbietern dieser Branche. Das Unternehmen ist in 16 Ländern aktiv und hat über 336 Millionen Kunden. Einer der wichtigsten Geschäftsbereiche ist das Cloud-Computing, das zunehmend mit Hyperconverged Infrastructure (HCI) abgedeckt wird. Hierbei arbeitet Telefónica mit Intel, VMware und verschiedenen Server-Herstellern zusammen. Ziel ist es, zwei entscheidende Business-Probleme zu lösen: Geringere RZ-Kosten, besseres RZ-Management - und zwar ohne Performance-Einbußen bei Telefónicas weltweitem Virtual Datacenter (VDC).

Telefónica konnte mit einer neuen Caching-Technologie, die Latenz für das eigene vSAN deutlich verbessern. Mit an Bord: Intel Optane DC SSDs, mit denen Der ITK-Dienstleister auch die höchsten SLA-Ansprüche erfüllen kann.
Telefónica konnte mit einer neuen Caching-Technologie, die Latenz für das eigene vSAN deutlich verbessern. Mit an Bord: Intel Optane DC SSDs, mit denen Der ITK-Dienstleister auch die höchsten SLA-Ansprüche erfüllen kann.
Foto: agsandrew - shutterstock.com

Neue Architektur erwies sich als zu schwach

Telefónicas VDC ist - wie bei fast allen großen Rechenzentren - über viele Jahre hinweg gewachsen. Das führte zu vielen heterogenen Systemen, die ein effizientes und kostengünstiges IT-Management nahezu unmöglich machten. Basierend auf den HCI-Optionen und der Tatsache, dass VMware der führende Technologie-Provider zur Unterstützung von Business-Software ist, entwickelte Telefónica ein Konzept für eine einzige homogene IT-Plattform. Diese sollte leicht zu managen sein und einen ausgezeichneten Durchsatz bieten.

Doch schon erste Tests ergaben, dass mit dieser Plattform die Anforderungen von den geschäftskritischen Anwendungen der Kunden nicht erfüllbar waren. Das bedeutete, dass man bestenfalls mit zwei parallelen IT-Welten operieren musste: Eine neue vSAN-basierte IT-Umgebung, die einfach zu managen ist und die SLAs der nicht so kritischen Applikationen erfüllt; sowie eine zweite, die mittels traditioneller SAN-Architekturen in der Lage ist, die höchsten SLA-Anforderungen zu erfüllen. Das war kein befriedigender Ausblick und so suchte man nach einem Ausweg aus diesem Dilemma.

Schnelles vSAN-Caching mit Optane SSDs

Die Lösung war schließlich eine neue Caching-Technologie, mit der sich die Latenz für das vSAN deutlich verbessern ließ. Hierbei kamen Intel Optane DC SSDs zum Einsatz, mit denen Telefónica auch die höchsten SLA-Ansprüche erfüllen konnte. Gerade in dem Bereich von massiven Read/Write-Workloads bieten Intels Optane SSDs entscheidende Vorteile, wie konstant kurze Latenz und ein gleichbleibender Qualitäts-Service. "Schließlich haben wir doch noch ein Hyperconverged-System bekommen, das die Performance von unseren herkömmlichen Storage-Systemen nicht nur erreicht hat, sondern sogar noch übertreffen konnte", schwärmt José Maria Cuéllar, B2B Global Cloud Director, Telefónica. Ergänzt wird diese Hochleistungs-Storage-Architektur durch Intel Xeon Prozessoren.

Insgesamt besteht die Telefónica-Lösung aus den folgenden Komponenten:

  • Flash-optimiertes Storage mit VMware vSAN v6.7

  • High-Performance Intel Xeon Gold 6130 Prozessoren

  • vSAN-Cache-Drives mit Intel Optane DC P4800X

  • vSAN-Capacity-Drives mit Intel Optane DC P4500 (NVMe-basiert)

  • Network-Interface-Card (NIC) Intel XL710-Q1 1-Port 40 GbE

  • HPE ProLiant Gen10 Server.

Telefónica ist mit dieser Konfiguration kein Einzelfall. Schon seit vielen Jahren arbeiten Intel und VMware intensiv zusammen, um die Virtualisierung durch spezielle Hardware-Unterstützung zu verbessern. Ein Erfolg dieser Kooperation ist, dass Intels Optane SSDs im Bereich vSAN einen Quantensprung darstellen. So bieten die Optane SSDs hier gegenüber den traditionellen NAND/NVMe SSDs rund 35 Prozent mehr Durchsatz und IOPS, bei konstant deutlich kürzeren Latenzzeiten.

Microsoft Azure Stack setzt auf Intel

Während es bei dem Beispiel von Telefónica vor allem um die Erneuerung der internen Cloud-Infrastruktur sowie der Einhaltung der SLAs geht, fokussieren sich immer mehr Cloud-Provider darauf, ihre Angebote auf eine spezielle On-Premises-Form auszuweiten. So ist einer der Top-IT-Trends der Stunde die "Multi-Hybrid-Cloud". Das bedeutet, dass nicht nur mehrere Public-Cloud-Angebote parallel genutzt werden, sondern, dass auch die hausinternen Rechenzentren wieder zunehmend zum Einsatz kommen. Multi-Hybrid-Cloud ist also praktisch nichts anderes, als eine sinnvolle Aufgabenverteilung auf die jeweils beste Infrastruktur.

Viele große IT-Anbieter haben das erkannt und ihre Angebote entsprechend angepasst. Dazu gehört, dass die Public-Cloud-Infrastruktur eine Art Außenposten im eigenen Rechenzentrum erhält. Dabei wird eine komplette Cloud-kompatible Infrastruktur On-Premises aufgebaut, sodass Anwendungen reibungslos zwischen der Cloud und dem eigenen Rechenzentrum verschoben werden können.

Ein gutes Beispiel dafür ist Microsofts Azure Stack, zu dem eine hochperformante Hyperconverged-Infrastructure (HCI) gehört, die On-Premises installiert wird und bei der die Azure-Cloud praktisch als verlängerte Werkbank fungiert. Hierbei setzt Microsoft auf einen leistungsfähigen HCI-Stack, der vor allem durch den konsequenten Einsatz von Hochleistungskomponenten von Intel realisiert wurde. Dazu gehören ebenfalls die skalierbaren Intel Xeon Prozessoren in Verbindung mit Intel Optane DC Persistent Memory Modules (PMem).

Breites Anwendungsspektrum für Optane

Auch über die Cloud-Strukturen hinaus erfreuen sich Intels Optane-Speichersysteme zunehmender Beliebtheit. Besonders häufige Anwendungsfelder für die Optane SSDs sind Ceph Clusters, SAP HANA, VMware vSAN und Vexata Storage Arrays. "Ob In-Memory-Datenbank oder Hyper-Virtualisierung - in allen Fällen bedeutet der Einsatz von Optane eine Reduktion beim TCO, eine bessere Performance oder entscheidende Vorteile durch non-volatile Datenspeicherung", sagt Lisa Spelman, General Manager von Intels Xeon und Memory Group.