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Viele IT-Manager haben keine Richtlinien für den Umgang mit E-Mails

24.02.2006
Eine Studie belegt jetzt, dass in europäischen Unternehmen klare Zuständigkeiten und Vorgaben beim E-Mail-Management fehlen.

Obwohl sich langsam herumgesprochen hat, dass auch E-Mails aufbewahrungspflichtige beziehungsweise aufbewahrungswürdige Dokumente sind, ist der Umgang mit ihnen oft nicht klar geregelt. Dies zumindest ergab jetzt eine Umfrage des britischen Marktforschungsinstituts Dynamic Markets Limited in 1700 europäischen Unternehmen. Danach gab rund die Hälfte aller IT-Verantwortlichen an, bisher keine Vorgaben bekommen zu haben, wie sie mit geschäftlichen E-Mails verfahren sollen (siehe auch den Beitrag "E-Mails löschen ist riskant"). Ebenso haben Mitarbeiter oft eine falsche Vorstellung davon, wie ihre E-Mails gespeichert und verwaltet werden. So glaubten 78 Prozent der Befragten, dass nicht die IT-Abteilung, sondern sie selbst kontrollieren, welche E-Mail gespeichert oder gelöscht wird.

Die Studie will zudem mögliche technische Lücken bei der E-Mail-Speicherung entdeckt haben. So würden die meisten IT-Abteilungen nur einmal pro Nacht ein Backup vornehmen und so Datenverluste riskieren. Lediglich vier Prozent speichern auch tagsüber in Intervallen die elektronische Post. Zudem zeigt sich, dass nur 42 Prozent der Befragten ihre Mails auf mobilen Geräten und Laptops durch ein automatisches Backup sichern können. 45 Prozent von ihnen gaben an, dies selbst machen zu müssen. (as)