Firefox Quantum

Verschiedene Profile parallel nutzen

15.10.2019
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Mozilla hat seinen Browser in letzter Zeit um sehr viele Sicherheitsfeatures aufgerüstet. Ein häufiger Nebeneffekt: Bestimmte Websites lassen sich mit allzu restriktiven Einstellungen nicht mehr sinnvoll nutzen.

Zweigleisig fahren

Anstatt mühsam herauszufinden, was man genau wie verstellen muss, damit irgendeine Internetseite wieder funktioniert, kann man unterschiedliche Profile verwenden. Eines davon legt man deutlich weniger restriktiv an als das Default-Profil.

Ein zweites Profil anlegen

Starten Sie dazu im ersten Schritt bei geschlossenem Firefox den Profilmanager, indem Sie die Windows-Taste + R drücken. Geben Sie in die Ausführen-Box firefox.exe -p ein und bestätigen mit OK. Nachdem Sie im neu geöffneten Fenster Profil erstellen gewählt haben, startet ein Assistent, der Sie durch den weiteren Prozess führt.

Sie können alle Vorgaben übernehmen oder - was sich eher empfiehlt - individuelle Angaben zum Namen und Pfad machen. Mit einem Klick auf Fertigstellen verfügen Sie über ein weiteres Profil. Welches davon Firefox automatisch nutzen soll, können Sie im letzten Dialog bestimmen.

Das zweite Profil starten

Dieses zweite Profil lässt sich auf verschiedene Arten starten, etwa per Profilmanager, was auf Dauer aber ziemlich umständlich ist. Da Sie in der Regel Firefox bereits ausführen und eine separate Instanz nur zusätzlich nutzen wollen, tippen Sie in die Adresszeile about:profiles ein und drücken Enter. Auf dem nächsten Bildschirm finden Sie dann Ihr neues Profil und können es mit einem Klick auf den Button Profil zusätzlich ausführen in einer parallelen Instanz starten.

Alternative: Multi-Account-Container

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt das kostenlose Add-on Firefox Multi-Account Containers. Die Erweiterung isoliert Websites in Tab-spezifischen Containern. Auf diese Weise stehen in einem Container heruntergeladene Cookies nicht in anderen zur Verfügung. Das Add-on stammt von Mozilla selbst und lässt sich aus der Erweiterungs-Bibliothek wie gewohnt mit wenigen Mausklicks installieren.

Anschließend wird ein neues Icon in der Symbolleiste angezeigt. Beim ersten Aufruf können Sie mit Klick auf den Button Get Started eine kleine Einführungstour starten, um die Basics kennenzulernen.

Um einen Tab in einem der mitgelieferten Container zu öffnen, klicken Sie etwas länger auf das Plus-Symbol und können dann zwischen Freizeit, Arbeit, Banking und Einkaufen wählen - und damit die Identität festlegen, mit der Sie auf der Site surfen wollen. Der Kategoriename dient lediglich dazu, die jeweiligen zugeordneten Aktivitäten zu unterscheiden und hat keine weiteren funktionellen Auswirkungen. Sie können die vorhandenen Container mit der Schaltfläche Edit Containers anpassen und außerdem über das Plus-Icon neue erstellen. (jd)