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Verluste von SCO weiten sich aus

09.06.2006
Grund sind die juristischen Kosten für den Rechtsstreit mit IBM.

Der Unix-Distributor SCO hat im zweiten Fiskalquartal (Ende: 30. April) einen Nettoverlust von 4,7 Millionen Dollar verbucht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte sich das Minus auf knapp zwei Millionen Dollar belaufen. Ein Grund für die Verluste ist das anhängige Gerichtsverfahren gegen IBM zum Thema Linux, dessen Hauptverhandlung vermutlich erst im kommenden Jahr eröffnet wird. Die juristischen Kosten für den Rechtsstreit beliefen sich im jüngsten Quartal auf 3,76 Millionen Dollar. Darüber hinaus leistet sich das Unternehmen rechtliche Scharmützel mit Red Hat und Novell. SCO verfügte Ende April über kurzfristige Mittel und finanzielle Sicherheiten in Höhe von 18,6 Millionen Dollar.

Auch die Umsätze gerieten im zweiten Fiskalquartal unter Druck: Sie schrumpften im Jahresvergleich von 9,3 Millionen auf 7,1 Millionen Dollar. Bereits im ersten Fiskalquartal (Ende: 31. Januar) hatte das Unternehmen schwache Zahlen vorgelegt. (ajf)