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Verkaufsverhandlungen zwischen Swisscom und Telekom Austria geplatzt

19.08.2004

Der Schweizer Carrier Swisscom und die für Privatisierungsvorgänge zuständige Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) haben ihre Gespräche über eine mögliche Zusammenführung mit Telekom Austria (TA) (Computerwoche.de berichtete) beendet. Wie Swisscom bekannt gab, seien sich beide Parteien einig über die Vorteile einer möglichen Zusammenführung. Sie erachten es jedoch unter den heutigen Umständen als nicht möglich, "eine den verschiedenen Interessen Rechnung tragende Lösung" zu finden. Das Unternehmen verzichte deshalb darauf, den Aktionären von TA ein Angebot zu unterbreiten.

Hintergrund sind die Pläne der österreichischen Regierung, ihre 42,7-prozentige Beteiligung an dem Staatskonzern zu reduzieren. Neben dem bereits genehmigten Verkauf eines 17-Prozent-Anteils über die Börse hatte die ÖIAG in diesem Zusammenhang auch eine "industrielle Lösung gemeinsam mit einem strategischen Partner" geprüft. Nach dem Bekanntwerden entsprechender Gespräche mit der Swisscom hatte es massive Kritik gegeben. So befürchten Gewerkschaft und Opposition, dass es bei einer Übernahme zu Massenentlassungen bei den rund 14.000 Beschäftigten von TA kommt. (mb)