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Veritas gewinnt das Vertrauen der Anleger zurück

27.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Storage-Management-Spezialist Veritas Software hat im dritten Quartal 2004 dank steigender Einnahmen einen Gewinnsprung von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt. Wie das Unternehmen aus Mountain View, Kalifornien, bekannt gab, kletterte der Nettoprofit von 68,1 Millionen auf 96,2 Millionen Dollar oder 22 Cent pro Aktie. Damit übertraf die Company sowohl die eigene Prognose wie auch die Markterwartungen. Veritas hatte im Vorfeld ein Plus von 19 bis 21 Cent je Anteil in Aussicht gestellt. Von Thomson First Call befragte Analysten waren im Schnitt von einem Nettogewinn in Höhe von 21 Cent pro Titel ausgegangen.

Der Umsatz verbesserte sich im Jahresvergleich um elf Prozent auf 496,7 Millionen Dollar und lag damit rund acht Millionen Dollar über dem Marktkonsens. "Kunden, die ihre Aufträge im zweiten Quartal aufgeschoben haben, haben im dritten Quartal unterschrieben", erklärte Firmenchef Gary Bloom in einer Telefonkonferenz. Der Konzern verkaufte im aktuellen Berichtsquartal Softwarelizenzen im Wert von 287 Millionen Dollar, das entspricht rund 58 Prozent des Gesamtumsatzes.

Veritas zählt zu der Gruppe von Softwareanbietern, die gegen Ende des vorangegangenen Dreimonatszeitraums einen überraschten Nachfragerückgang verbucht hatten und in der Gunst der Anleger drastisch fielen.

Nach dem schwachen zweiten Quartal sieht sich das Unternehmen nun wieder auf Kurs: Für das laufende Quartal rechnet Veritas mit Erlösen zwischen 530 und 550 Millionen Dollar, die Einnahmen des im September übernommenen Mail-Archivierungsspezialisten KVS bereits einkalkuliert. Den Nettogewinn schätzen die Kalifornier auf 22 bis 24 Cent je Aktie. Gleichzeitig betonte CEO Bloom, dass Veritas an dem vor einem Jahr gesetzten Zielt festhalte, 2004 einen Gesamtumsatz von zwei Milliarden Dollar zu erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs um 14 Prozent. (mb)