Veeam Backup & Replication für Server-Virtualisierung

Veeam Backup & Replication 7 R2 im Test

24.01.2014
Von 
Andrej Radonic ist Experte für Virtualisierung, Cloud-Technologien und Open Source Anwendungen. Der Fachbuchautor ist Vorstand der interSales AG und entwickelt für mittelständische Unternehmen anspruchsvolle E-Commerce Lösungen.

Backup aus SAN-Snapshots

Veeam Veeam Backup & Replication 7 verfügt zudem über die Möglichkeit, alternativ SAN-Snapshots für die Erstellung von VMware-Backups zu nutzen. Diese Technik spart Speicherplatz und kann Backup- und Restore-Zeiten nochmals deutlich verkürzen helfen (SAN = Storage Area Network).

Derzeit unterstützt dieses Feature nur Storage-Systeme von Hewlett-Packard, nämlich StoreVirtual VSA, HP Store Virtual (LeftHand, P4000) und HP StoreServ (3PAR). Veeam plant, das Backup von SAN-Snapshots auf Systeme anderer Hersteller auszudehnen.

Instant Recovery

Unabhängig davon, mit welcher Technik das Backup erstellt wurde, kann jede VM in Minutenschnelle wiederhergestellt werden. Dazu wird die VM aus dem komprimierten und deduplizierten Backup heraus gemountet. Während der Hypervisor die VM wieder ausführen kann, kann im Hintergrund der eigentliche Restore durch eine Migration des Backup Images durchgeführt werden.

Der Administrator kann zudem über einen Dateibrowser unmittelbar auf alle Verzeichnisse und Dateien der gesicherten VM zugreifen, ohne dass er diese booten müsste. So lassen sich einzelne Dateien mit wenigen Klicks zurücksichern.

Für Microsoft SQL Server, Sharepoint sowie Exchange stellt Veeam darüber hinaus spezialisierte Tools für den Object-Level Restore zur Verfügung. Diese sind direkt in die Veeam-Konsole integriert und bieten Dateibrowser sowie Volltextsuche, um selektiv beliebige Objekte aus der Applikation wiederherzustellen.

Integrierte Replikation von Backups

Die Replikationskomponente ist Bestandteil der Backup Copy Jobs, mit deren Hilfe Backup-Dateien regelbasiert als automatisch erstellte Kopie in ein anderes Repository oder an einen anderen Standort übertragen werden können.

Replikate sind dabei nicht nur als Kopien angesehen, sondern können als High Availability (HA)-Mechanismus eingesetzt werden: Fällt eine VM aus, kann Veeam einen automatischen Failover auf deren Backup-Replik veranlassen, so dass der Betrieb nahtlos fortgesetzt werden kann. Hierzu müssen entsprechende Server in der Disaster Recovery-Site vorhanden sein, auf denen Veeam die Replikate so präpariert, dass sie jederzeit sofort und direkt aus dem Backup gestartet werden können.

Damit der Administrator nicht allein gelassen wird, wenn es nach der Wiederherstellung der originalen VM daran geht, deren Daten wieder auf den inzwischen geänderten Stand zurückzubringen, automatisiert der integrierte sogenannte "Failback"-Mechanismus diesen komplexen und potenziell fehlerträchtigen Vorgang.