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USU und Openshop steigern Verluste

28.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die mittlerweile fusionierten E-Business-Spezialisten USU und Openshop haben heute ihre letzten getrennten Geschäftsberichte vorgelegt. Die Stuttgarter USU AG erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2002 (Ende: 28. März) Einnahmen in Höhe von 23,4 Millionen Euro, dies entspricht einem Umsatzwachstum von 9,4 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode (21,4 Millionen Euro). Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbuchte das Unternehmen dagegen einen Anstieg des Defizits von 2,7 Millionen auf 6,1 Millionen Euro. Wie USU mitteilte, sind in diesem Betrag bereits Sondereffekte aus dem Zusammenschluss mit Openshop (Computerwoche online berichtete) in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro enthalten. Unter dem Strich weisen die

Stuttgarter für den Berichtszeitraum einen Fehlbetrag von 4,5 Millionen Euro oder 79 Cent pro Aktie aus. Ein Jahr zuvor hatte sich das Minus auf 1,8 Millionen Euro oder 35 Cent je Anteil belaufen. Für das laufende vierte Geschäftsquartal rechnet der USU-Vorstand aufgrund der verhaltenen wirtschaftlichen Gesamtlage mit Umsätzen auf dem Niveau des dritten Quartals, das Ergebnis soll sich dagegen deutlich verbessern.

Der Fusionspartner Openshop Holding AG verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 einen dramatischen Umsatz- und Ergebniseinbruch. Nach vorläufigen Zahlen sanken die Einnahmen im Jahresvergleich um 47 Prozent von 6,6 Millionen auf 3,5 Millionen Euro. Beim operativen Ergebnis unter Einbeziehung der Restrukturierungskosten (Ebit) stieg der Verlust von 12,6 Millionen auf 29,2 Millionen Euro. Als Grund für das schlechte Abschneiden nannte das Unternehmen aus Neu-Ulm unter anderem die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen einschließlich Personalabbau, Sonderabschreibungen und Wertberichtigungen. Openshop kündigte weiterhin an, man werde die Mitarbeiterzahl bis Ende März von 161 auf zirka 90 reduzieren. (mb)