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USA: UMTS-Auktion bringt Rekordsumme

29.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Versteigerung der amerikanischen UMTS-Lizenzen hat der US-Regierung Einnahmen von 16,9 Milliarden Dollar beschert. 35 der ursprünglich 87 Teilnehmer haben sich als erfolgreiche Bieter durchgesetzt. Zu ihnen zählen unter anderem vier der fünf landesweit tätigen Mobilfunkgesellschaften: Verizon Wireless, AT&T Wireless, Cingular und die künftige Telekom-Tochter Voicestream. Schätzungen der Merrill-Lynch-Analystin Linda Mutschler zufolge lagen die Preise noch höher als bei den UMTS-Auktionen in Europa: Während in den USA pro versteigerter Frequenzeinheit (Megahertz) und Einwohner im Lizenzgebiet 4,18 Dollar erzielt wurden, waren es in Deutschland und Großbritannien rund 4,08 Dollar. Das Auktionsverfahren unterscheidet sich jedoch deutlich von dem europäischen Modus (Computerwoche online berichtete).

Die erzielte Summe erklärt sich vor allem mit dem harten Kampf um die drei Lizenzen der dritten Generation im lukrativen Großraum New York. Zwei davon erhielt schließlich Verizon Wireless für insgesamt 4,1 Milliarden. Bei der Versteigerung des dritten Frequenzbandes setzte sich AT&T Wireless gegen den Konkurrenten Cingular mit fast 1,5 Milliarden Dollar durch. Damit lagen die Gebote pro Megahertz und Einwohner im Lizenzgebiet zwischen 8,20 und 11,40 Dollar - ein Mehrfaches der europäischen UMTS-Durchschnittspreise.