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USA läßt Serben im Netz

17.05.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die US-Regierung hat Presseberichten der vergangenen Woche widersprochen, sie wolle den Internet-Zugang für die serbische Bevölkerung einschränken. Das Handelsembargo der Clinton-Adminstration gegen Jugoslawien greife lediglich beim E-Commerce, nicht jedoch bei Informationsdiensten. Die New Yorker Firma Loral Space & Communications, deren Satelliten zwei große Internet-Service-Provider Serbiens versorgen, hatte letzten Donnerstag gemeldet, die Verbindungen aufgrund des Embargos kappen zu müssen. Ein Sprecher des State Departments meinte dazu, daß die serbische Bevölkerung ein Recht auf unabhängige und objektive Informationen habe: "Wir ermutigen die Jugoslawen dazu, über das Internet die gezielten Falschinformationen der Milosevic-Presse nachzuprüfen."