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USA: Jahr 2000-Fixes mit versteckten Hintertüren

01.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der oberste Datenwächter der Vereinigten Staaten, Michael Vatis vom FBI (Federal Bureau of Investigation), vermutet hinter so manchem vorgeblichen Jahr-2000-Fix eine Falle. Dabei hat das FBI natürlich vor allem ein Auge auf diejenigen Aufträge geworfen, die ausländische Dienstleister im Auftrag von US-Firmen ausgeführt haben. "Wir haben Hinweise darauf, daß hier einiges vor sich geht", erklärte Vatis, Chef des National Infrastructure Protection Center (NIPC). Unlängst hatte bereits ein anderer Mitarbeiter dieser diensteübergreifenden Behörde seinen Verdacht konkretisiert. "Indien und Israel scheinen die Länder zu sein, deren Regierungen oder Industrie das größte Interesse an der Installation bösartigen Codes haben dürften", schrieb CIA-Mitarbeiter Terill Maynard in der Juni-Ausgabe des "Infrastructure Protection Digest". Irland, Pakistan sowie die Philippinen, die ebenfalls in größerem Umfang bei der Jahr-2000-Umstellung in den USA mithelfen, erschienen Maynard weniger verdächtig. Aber auch für diese Länder könne man mögliche Hintergedanken nicht völlig ausschließen, hieß es weiter.