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USA: Horrende Kosten durch Datenschutz

08.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für die Einhaltung neuer Gesetze in den USA zum Schutz persönlicher Daten könnten auf Website-Betreiber Investitionen von insgesamt neun bis 36 Milliarden Dollar zukommen.

In einer von der Industrie in Auftrag gegebenen Studie wurden die Angaben von 17 IT-Beratungsfirmen ausgewertet: Die Unternehmen veranschlagen danach ihre Kosten für die Untersuchung des Umgangs mit persönlichen Daten auf 46.000 bis 670.000 Dollar pro System. Der Wirtschaftsexperte Robert Hahn, der die Untersuchung leitete, bezeichnet die Umstellung und Einhaltung neuer Gesetze als "keine triviale Aufgabe". Wenn nur fünf Prozent der kommerziellen Websites von potenziellen Gesetzesänderungen betroffen seien, so koste das die Unternehmen schon 18 Milliarden Dollar. Denn dann müsste es den Kunden beispielsweise möglich sein, auf Websites die Informationen, die über sie gesammelt werden, einzusehen und diese auf Wunsch zu verändern oder zu entfernen.

Die Ergebnisse der Studie selbst wurden von der - durch Microsoft unterstützten - Association for Competitive Technology (ACT), bestätigt. Die Vereinigung (wie auch Microsoft selbst) schürte bereits mehrfach Zweifel an möglichen neuen Gesetzen zum Schutz der Privatsphäre, die der amerikanische Kongress zurzeit diskutiert.