Abkehr von aktienbasierten Vergütungselementen

USA: CEO-Gehälter stagnieren

05.03.2004
MÜNCHEN (CW) - Die Chief Executive Officers (CEOs) US-amerikanischer Unternehmen verdienten 2003 lediglich ein Prozent mehr als noch im Vorjahr - inklusive Grundgehalt, Boni und aktienbasierter Vergütung.

Dies ergab eine Studie der Unternehmensberatung Towers Perrin, die 46 börsennotierte Fortune-500-Unternehmen untersuchten. Ausschlaggebend für dieses geringe Wachstum sei der sinkende Wert von Aktienoptionen, der während des vergangenen Jahres um rund 19 Prozent gefallen sei.

Die durchschnittliche Gesamtvergütung der in den USA beschäftigten CEOs bestand 2003 laut Towers Perrin zu 54 Prozent aus Aktienoptionen - 2002 waren es noch 60 Prozent. Über die Hälfte der befragten Firmen stockten 2003 dafür die Aktienüberlassungen (Restricted Stock) auf: deren Anteil an den Chefgehältern stieg gegenüber dem Vorjahr von sieben auf elf Prozent. Hierbei übertragen Unternehmen ihren Mitarbeitern eine bestimmte Anzahl an Aktien oder einen festgelegten Barwert in Form von Aktien, die erst nach Ablauf einer Sperrfrist verfügbar sind. Zugleich stiegen der Anteil der Boni und der Festvergütung um jeweils drei Prozent auf 16 beziehungsweise zwölf Prozent an. Damit erfolgt den Auguren zufolge generell eine deutliche Abkehr von leistungsorientierten, aber risikoreicheren aktienbasierten Vergütungsbestandteilen. Die Sonderboni machten 2003 nur noch sieben Prozent der Gesamtvergütung aus und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr.

Die für das Jahr 2003 ermittelten Trends werden sich nach Meinung von Towers Perrin auch in diesem Jahr fortsetzen. (ka)