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US-Verteidigungsministerium schließt Linux-Rahmenvertrag

11.06.2004

Das US-amerikanische Verteidigungsministerium (Department of Defense = DoD) hat mit dem auf die Öffentliche Hand spezialisierten Dienstleister DLT Solutions einen auf fünf Jahre angelegten Rahmenvertrag über den Einsatz von Linux geschlossen. Konkret geht es um Red Hat Enterprise Linux AS, ES sowie WS, das im Rahmen der Enterprise Software Initiative theoretisch in allen Bereichen des Ministeriums zu Einsatz kommen kann. Der Abschluss wird auf ein Volumen von 29 Millionen Dollar geschätzt und umfasst auch Support, Schulungen und Beratung.

Er widerlegt Behauptungen von unter anderem SCO-Chef Darl McBride und Dan O'Dowd, Chef des Embedded-Systems-Anbieters Green Hills Software, Linux sei zu unsicher für Systeme, mit denen die nationale Sicherheit verwaltet wird, und öffne aufgrund seines Entwicklungsmodells Hintertürchen für Terroristen. Zuletzt hatte noch die umstrittene Alexis de Tocqueville Foundation behauptet, Linux solle in der US-Bundes-IT vermieden werden, weil es womöglich geschützten Unix-Code enthalte. Alle drei Vorwürfe hatte die Linux-Community vehement zurückgewiesen.

Ohnehin verwendet das DoD Linux schon in einer Reihe von Systemen. Derzeit installiert das Ministerium eine Reihe von Intel-basierenden Linux-Clustern, die der Spezialanbieter Linux Networks liefert. Der erste wird im Forschungslabor Major Shared Resource Center installiert. (tc)