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US-Rechnungshof: Börsenaufsicht SEC erfüllt eigene Auflagen nicht

30.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Börsenaufsicht SEC, zuständig für die Einhaltung verschiedenster Vorschriften durch US-Aktiengesellschaften, weist selbst Schwachstellen bei der Sicherung von Informationen und in der Buchführung auf. Zu diesem Ergebnis kam der US-Rechnungshof General Accountability Office (GAO) bei einer Überprüfung der Behörde im vergangenen Jahr. Wie aus dem nun veröffentlichten Untersuchungsbericht hervorgeht, vermisste das GAO bei der SEC insbesondere ein umfassendes Monitoring-Programm, um ungewöhnliche oder auffällige Zugriffsaktivitäten aufzudecken. Das Fazit der Prüfer: Durch dieses Manko habe ein gestiegenes Risiko dafür bestanden, dass Unbefugte auf sensible Daten zugreifen, diese verändern oder entfernen - möglicherweise sogar, ohne entdeckt zu werden.

Außerdem bemängelte das GAO die Art und Weise, wie die SEC den Weg der von Unternehmen eingesammelten Bußgelder kontrolliert und - für viele Firmen eine Genugtuung - ihre Bücher führt. Die SEC kündigte an, die Probleme schnellstmöglich zu beseitigen. (mb)