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US-Politiker will Windows-XP-Start verhindern

25.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Politiker Charles Schumer hat die Ankläger im laufenden Antitrust-Berufungsverfahren gegen Microsoft dazu aufgefordert, eine richterliche Verfügung gegen die für den 25. Oktober geplante Auslieferung des neuen Betriebssystems "Windows XP" zu erwirken. Schumer, der Mitglied der demokratischen Partei und des Judiciary Committees des US-Senats ist, sandte zudem ein Schreiben an Microsoft, in dem er Veränderungen an Windows XP verlangte (Computerwoche online berichtete). Der Senator schickte ferner einen Brief an das US-Justizministerium und forderte es auf, sich im Kartellverfahren erst dann mit Microsoft zu einigen, wenn das Softwareunternehmen sich generell einverstanden erklärt habe, sein Betriebssystem für die Anwendungen seiner Mitbewerber zu öffnen. Anwender sollten nicht nur in

der Lage sein, den Browser ihrer Wahl zu benutzen, sondern auch ihren Media-Player oder Instant-Messaging-Service frei wählen zu können.

Ein Microsoft-Sprecher erklärte inzwischen: "Wir halten an dem Auslieferungstermin für den 25. Oktober fest." In etwaigen Anhörungen zu Windows XP werde man mit den Behörden kooperieren.