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US-Ministerium: Programmfehler werden vertraulich behandelt

17.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das US-Superministerium Department of Homeland Security will Technologie- und Telekommunikationsfirmen dafür gewinnen, den Staat über Schwachstellen in ihren Systemen und Produkten zu informieren. Zu diesem Zweck veröffentlichte die Behörde eine Reihe von Regelungsvorschlägen für den Umgang mit kritischen Infrastrukturinformationen. Sie sehen vor, dass entsprechende freiwillige Mitteilungen streng vertraulich zu behandeln sind.

Die vorgeschlagenen Bestimmungen sollen alle freiwillig übermittelten Daten über reale oder mögliche Angriffe auf kritische Infrastruktur oder geschützten Systeme auf physischem oder computerbasiertem Wege ebenso einschließen wie Hinweise auf Funktionsstörungen oder Programmfehler, die wichtige Dienste wie Versorgungswirtschaft, Telefonnetze oder das Internet gefährden könnten. Damit reagiert der Staat auf die Befürchtungen in vielen Firmen, dass derartige Inhalte an die Presse durchsickern könnten oder von Bürgern unter Berufung auf das Gesetz über die Informationsfreiheit (FOIA = Freedom of Information Act) in Erfahrung und an die Öffentlichkeit gebracht werden. Die jetzt vorgeschlagenen Regelungen sollen über das Department of Homeland Security freiwillig gemachte Angaben über Schwachstellen in der Infrastruktur von der Freigabe unter Berufung auf die Informationsfreiheit ausnehmen.(uk)