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US-Medienindustrie geht gegen Campus-Piraterie vor

11.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einem Rundschreiben an mehr als 2000 Hochschulpräsidenten in den USA weisen unter anderem die Verbände der Platten- und Filmindustrie darauf hin, dass ein Großteil der Studenten Rechner- und Netzkapazitäten der Universitäten für illegale Downloads nutzen. "Wir sind verärgert über die steigende Zahl von Studierenden, die das Hochschulnetz für Raubkopien von kreativen Arbeiten missbrauchen", heißt es in dem Schreiben. Das Problem seit bereits seit 1999 bekannt, als die Online-Musikbörse Napster ihre Blütezeit erlebte. Viele amerikanische Unis stellen ihren Zöglingen Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge in ihren Zimmern oder in Computer-Räumen zur Verfügung. Nun möchten die Verbände erreichen, dass die Verantwortlichen den Studenten stärker ins Gewissen reden, denn die Verletzung des Urheberrechtes sei ähnlich kriminell wie ein Diebstahl im Buch- oder Musikgeschäft. Manche Universitäten haben bereits auf die Situation reagiert und Bandbreiten-Management-Tools implementiert, mit denen sich der Datenaustausch begrenzen oder blockieren lässt. (rs)