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US-Kongress fürchtet EU-Datenschutzbestimmungen

09.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mitglieder des US-Kongresses haben die europäischen Bestimmungen zum Schutz persönlicher Daten im Internet scharf kritisiert. Nach Ansicht der Abgeordneten wirken sich die im Vergleich zu den USA strengeren Regeln negativ auf das Online-Geschäft von amerikanischen Unternehmen aus.

Im Jahr 1995 hatte die Europäische Union eine Direktive erlassen, wonach Online-Firmen die Daten ihrer Kunden nur sammeln und benutzen dürfen, wenn die Surfer dem ausdrücklich zustimmen. Elf der insgesamt fünfzehn EU-Staaten handeln derzeit nach dieser Regelung. Der US-Wirtschaftsausschuss kritisierte nun, dass sich die Bestimmung zwangsläufig auch auf die USA auswirken würde. Nach Meinung des Vorsitzenden Billy Tauzin würde die EU dadurch den USA ihren Willen aufzwängen. "Ich bin sehr besorgt darüber, dass amerikanische Unternehmen, die den E-Commerce erfunden haben, nun gezwungen sind mit der Richtlinie klar zu kommen", so Tauzin.