Jagd auf Evgeniy Mikhailovich Bogachev

US-Justiz lobt drei Millionen Dollar für Ergreifung von Cybergangster aus

25.02.2015
Das amerikanische Department of Justice (DOJ) bläst zur Jagd auf Evgeniy Mikhailovich Bogachev. Der Russe steht im Verdacht, als Administrator des Botnet "Game over Zeus" Drahtzieher eines der größten Cyber-Verbrechens zu sein. Für Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung führen, werden drei Millionen Dollar ausgelobt.

Das DOJ arbeitet dabei eng mit dem Auswärtigen Amt zusammen, das im Rahmen des "Transnational Organized Crime Rewards Program" seit 2013 systematisch auf der Jagd nach Mitgliedern "transnationaler krimineller Organisationen" ist. Bogachev wird in den USA im Zusammenhang mit verschiedenen Verbrechen rund um Game­over Zeus gesucht. Das Botnet war für mehr als eine Million infizierte Rechner verantwortlich und hat laut Ministerium finanzielle Schäden in Höhe von mehr als 100 Millionen Dollar verursacht. gemeinsam mit den Strafverfolgsungsbehörden anderer Länder hatte das DOJ das Botnet Mitte 2014 zerschlagen.

Bogachev, der vermutlich in Russland lebt, steht zusammen mit fünf weiteren Verdächtigen auch auf der "Cyber's Most Wanted List" des FBI. Ihnen wird vorgeworfen, sowohl das Botnet als auch die Cryptolocker-Malware in Umlaufgebacht zu haben. Rund 250.000 Rechner wurden dabei mit verschlüsselten Dateien infiziert und unbrauchbar gemacht. Gegen Zahlung eines Lösegelds konnten die Besitzer wieder damit arbeiten.

"Obwohl wir in der Lage waren, den krimineen Betrieb rund um Gameover Zeus und Cryptolocker signifikant zu stören, ist es uns nicht gelungen, Bogachev vor Gericht zu bringen", sagt Leslie Caldwell, stellvertretende Jusitizministerin. Die Belohnung von drei Millionen Dollar werde die Jagd auf Bogachev wiederbeleben und dafür sorgen, dass sich viel mehr Menschen als bisher beteiligen. (hv)