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US-ISPs verklagen Hunderte von Spammern

11.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - America Online, Earthlink, Microsoft und Yahoo haben rechtliche Schritte gegen mehr als 220 mutmaßliche Spammer eingereicht. Die insgesamt sechs Klagen der vier großen US-amerikanischen Internet-Anbieter richten sich gegen fünf konkrete Spammer, fünf Firmen sowie mindestens 215 unbekannte Personen. Zu den Beschuldigten, die namentlich bekannt sind, zählt unter anderem Davis Wolfgang Hawke, der in seinen Spams Potenzpillen, Schlankmacher, Handheld-große Lügendetektoren und andere Produkte beworben hat. Ihm wird außerdem vorgeworfen, einen regen Handel mit mehreren Millionen AOL-Adressen zu betreiben und Spam-Services von Servern in China, Lateinamerika und anderen Ländern aus anzubieten.

Die Internet-Servie-Provider (ISPs) berufen sich bei ihren Klagen auf das im Januar 2004 in Kraft getretene Gesetz CAN-SPAM (Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography and Marketing) (Computerwoche.de berichtete). Dieses schreibt unter anderem vor, dass Mail-Versender eine korrekte Absenderadresse angeben.

Laut Mike Callahan, Senior Vice President bei Yahoo, zielen die Klagen auf die "schlimmsten Spammer, die sich krimineller Taktiken bedienten". Die vier ISPs wollen künftig zusammenarbeiten, um Spam-Mails zurückzuverfolgen und Spammer zu identifizieren. Die Zeiten für ungestraftes Spamming seien endgültig vorbei. (mb)