Neue Technik wird zu langsam umgesetzt

US-Industrie schreibt Verluste am Telecom-Markt

21.09.1990

NEW YORK (vwd) - Im Marktsektor Telekommunikation verlieren die US-Hersteller an Boden. Der Handel mit Telekommunikations-Geräten weist seit fünf Jahren ein Defizit von jährlich rund zwei Milliarden US-Dollar auf. Dies veröffentlichte das amerikanische Handelsministerium im August 1990 aufgrund einer Studie.

Zwischen 1984 und 1987 hat der amerikanische Weltmarktanteil bei den Datenzentralen laut vwd von 100 Prozent auf 36 Prozent abgenommen, nachdem Anbieter aus Europa und Japan in den Markt eingestiegen waren. Rückläufig entwickelte sich auch der Anteil an Faseroptikgeräten von 75 auf 50 Prozent. Außerdem verringerten sich die Modemverkäufe: 1987 wurden nur noch 37 (1984: 49) Prozent des Bedarfs mit US-amerikanischen Geräten gedeckt.

Als Gründe für das schlechte Abschneiden der USA nennt die vom US-Kongreß 1988 in Auftrag gegebene Untersuchung ein ungenügendes Ausbildungssystem und die mangelhafte Umsetzung von technischen Neuheiten in Produkte. Darüber hinaus litten die US-Hersteller unter ausländischen Marktbarrieren und Subventionen