US-Hersteller bilden neue Anti-Japan-Einheit

07.07.1989

NEW YORK (CW) - Amerikanische DV-Hersteller üben sich erneut im Koalieren. Neun Computergrößen - IBM, Apple, Compaq, Cray, Hewlett-Packard, NCR, Sun Microsystems, Tandem und Unisys - schlossen sich jetzt zum Computer Systems Policy Project (CSPP) zusammen. Die US-Gruppierung soll nicht nur ein Gegengewicht zur japanischen Handelsübermacht im High-Tech-Bereich bilden. Vielmehr will sich CSPP für eine stärker protektionistische Regierungspolitik einsetzen und nach Möglichkeiten suchen, wie die US-Computerindustrie einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung gegenüber den japanischen Kontrahenten erzielen kann.

Erst kürzlich hatten sich sieben DV- und Halbleiter-Hersteller zusammengetan und die US-Memories Inc. gegründet. Auch hier ist die IBM mit von der Partie. Die neue Gesellschaft soll vor allem dynamische Speicherchips entwickeln und produzieren, um die japanische Vorherrschaft am DRAM-Chip-Markt zu brechen. Zudem will man die Abhängigkeit der amerikanischen Verbraucher von den japanischen Anbietern reduzieren (siehe auch CW 27/89 vom 30. Juni 1989, Seite 1).