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US-Handelskommission untersucht EMC-Beschwerde gegen Hitachi

14.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die U.S. International Trade Commission (ITC) hat bekannt gegeben, die Anschuldigungen des Speicherspezialisten EMC gegen Hitachi und dessen Tochter Hitachi Data Systems Corp. zu untersuchen. Im vergangenen Monat hatte EMC bereits Klage bei einem US-Gericht gegen den japanischen Konzern eingereicht. Das in Hopkinton, Massachusetts, ansässige Unternehmen wirft Hitachi vor, sechs Patente zu verletzen. Unter anderem sollen Hitachis "Open-Remote-Copy"- und "Open-Asynchronous-Remote-Copy"-Produkte Technologien nutzen, die den EMC-Produkten "Symmetrix Remote Data Facility" und "TimeFinder" zugrunde liegen. Hitachi hat diese Vorwürfe bislang zurückgewiesen und seinerseits Klage gegen EMC wegen Verstoßes gegen acht Patente eingereicht

(Computerwoche online berichtete).

EMC zeigte sich erfreut über die Entscheidung der ITC, in der Angelegenheit unabhängig von den Gerichtsverfahren zu ermitteln. Paul Dacier, EMC Senior Vice President und General Counsel, erklärte, man habe zuvor vier Jahre lang vergeblich versucht, den Konflikt mit Hitachi freundschaftlich beizulegen. Letztendlich habe sich dann die Klage als einzige Möglichkeit entpuppt, gegen die Patentverletzungnen vorzugehen. (ka)