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US-Großbank revidiert Outsourcing-Deal mit IBM

14.06.2004

Die US-amerikanische Großbank J.P. Morgan Chase plant offenbar, wesentliche Teile der an IBM ausgelagerten IT-Infrastruktur wieder in Eigenregie zu betreiben. Firmeninternen Quellen zufolge hängt das Vorhaben mit der Akquisition der Bank One Corp. zusammen, die im Juli abgeschlossen sein soll.

Ende 2002 hatte die in New York ansässige J.P. Morgan Chase & Co. einen auf sieben Jahre angelegten Outsourcing-Vertrag mit IBM geschlossen. Im Zuge des fünf Milliarden Dollar schweren Deals übernahm der Dienstleister die IT-Infrastruktur und rund 4000 IT-Mitarbeiter der Bank. Mit der im Januar angekündigten Übernahme der Bank One Corp. für rund 58 Milliarden Dollar hätten sich die Vorzeichen geändert, berichtet ein IT-Manager des Unternehmens. Sobald die finanziellen Aspekte der Akquisition geklärt seien, werde man mit IBM über eine Rückführung großer Teile der IT-Infrastruktur verhandeln. Damit sei im Juli zu rechnen. Er erwarte, dass J.P. Morgan Chase künftig nur noch einige Support-Services des IT-Dienstleisters in Anspruch nehme, die übrigen Aufgaben aber wieder inhouse erledige. Weder IBM noch der Finanzkonzern wollen bislang zu den Angaben Stellung nehmen. (wh)