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US-Bundesstaaten wollen keine Verzögerung im Microsoft-Prozess

02.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die im Kartellprozess gegen Microsoft verbliebenen neun einzelnen US-Bundesstaaten - Iowa, Kalifornien, Connecticut, Utah, West Virginia, Florida, Kansas, Minnesota sowie Massachusetts - haben sich Anfang der Woche öffentlich gegen die vom Redmonder Konzern geforderte Fristverlängerung von mindestens vier Monaten (Computerwoche online berichtete) ausgesprochen. "Wir sollten das Verfahren zu Ende bringen, um weiteren Schaden für Wettbewerber und Verbraucher zu verhüten", erklärte Iowas Generalstaatsanwalt Tom Miller. Microsofts Argumente seien vornehmlich aus früher abgelehnten Gründen für eine Vertagung recycelt. Microsoft-Sprecher Jim Desler konterte mit der Erwiderung, jede weitere Verzögerung hätten die neun Staaten selbst verschuldet, indem sie im Prinzip versuchten, einen

ganz neuen Prozess aufzurollen.

Die mit dem Verfahren betraute Richterin Colleen Kollar-Kotelly muss nun bestimmen, ob sie Microsofts Antrag stattgibt oder wie bisher vorgesehen das Verfahren im März wieder aufnimmt. Eine diesbezügliche Entscheidung wird in Kürze erwartet. (tc)