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US-Börsenaufsicht untersucht L&H

21.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) hat mit der offiziellen Untersuchung von Lernout & Hauspie (L&H) begonnen. Die auf Spracherkennung und -synthese spezialisierte belgische Softwareschmiede steht im Verdacht, ihre Bilanzen durch vorgetäuschte Umsätze in Südkorea manipuliert zu haben. Ein L&H-Sprecher erklärte, man arbeite eng mit der Börsenaufsicht zusammen und habe zudem eine eigene Untersuchung eingeleitet.

Vor einem Jahr erwirtschaftete L&H in Südkorea, wo die Belgier Softwarelizenzen und sprachgesteuertes TK-Equipment anbieten, so gut wie keine Umsätze. Im vierten Quartal 1999 soll dann plötzlich das Südkorea-Geschäft 42 Prozent der Einnahmen eingebracht haben. Im folgenden Dreimonatszeitraum stieg der Umsatzanteil in dem asiatischen Land gar auf über 50 Prozent, während das Geschäft im Rest der Welt nachgab (Computerwoche.de berichtete). Aufgrund des Finanzskandals war Gaston Bastiaens Ende August von seinem Amt als President und CEO zurückgetreten.