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US-Behörden raten Pharmaindustrie zu RFID-Technik

19.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) empfiehlt in einem jüngst veröffentlichten Bericht Pharmaherstellern, im Rahmen ihrer Produktion künftig verstärkt Radio-Frequency-Identification- (RFID-)Technik einzusetzen. Bislang verwenden die meisten Hersteller Seriennummern beziehungsweise Barcodes, um ihre Produkte zu identifizieren. Da in den vergangenen Jahren jedoch verstärkt gefälschte Medikamente im Handel auftauchten, fordern die Gesundheitsbehörden effizientere Kontrollwerkzeuge. Eine Möglichkeit sei die RFID-technik, erläutert John Roberts vom Uniform Code Council (UCC). Damit ließe sich der Weg der Medikamente von der Herstellung bis zum Verbraucher besser nachvollziehen und überwachen. Außerdem sei es für die Fälscher schwieriger, RFID-Chips zu fälschen als gedruckte Barcodes.

In ihrem Bericht geben die FDA-Verantwortlichen Empfehlungen, welche Richtlinien bei der Einführung von RFID zu beachten seien. Die Behörden drängen darauf, dass bis 2007 der Großteil der Pharmahersteller die neue Technik einsetzt. Bislang haben Branchengrößen wie Johnson & Johnson, Pfitzer und Eli Lilly entsprechende Pilotprojekte gestartet. (ba)