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US-Behörde geht gegen Pop-up-Spammer vor

07.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die amerikanische Regulierungsbehörde FTC (Federal Trade Commission) hat eine Firma verklagt, die Spam-Werbung über den Windows-Nachrichtendienst verschickt. Das Unternehmen D Squared geht dabei besonders perfide vor. In den ungefragt auf die PCs geschickten Anzeigen bewirbt es eine rund 30 Dollar teure Software, die eben solche Pop-ups verhindern soll, indem sie den Windows-Nachrichtendienst deaktiviert.

Im Anzeigentext drohte das Unternehmen sinngemäß, den Rechner des Opfers so lange mit Pop-ups zu bombardieren, bis dieses die Software kauft. Für die Vorgehensweise von D Squared fand Howard Beales, Chef der Verbraucherschutzabteilung der FTC, ein deutliches Wort: Erpressung.

Die Klage wurde Ende Oktober bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Maryland eingereicht, der Prozessauftakt war am Mittwoch. Die FTC will erreichen, dass D Square dazu verurteilt wird die unlautere Werbung sowie den Verkauf des Tools, über das die Pop-ups generiert werden, einzustellen. Außerdem sollen die Gewinne des Unternehmens beschlagnahmt und die Opfer entschädigt werden. (lex)