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Update.com meldet endgültige rote Zahlen

02.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem der am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Wiener CRM-Anbieter update.com Software AG bereits Mitte Juli in einer Pflichtveröffentlichung ein unschönes Quartalsergebnis in Aussicht gestellt hatte (Computerwoche.de berichtete) , folgten heute die harten Fakten: Das Unternehmen meldete für das abgeschlossene zweite Fiskalquartal einen Fehlbetrag von 4,13 Millionen Euro - und das bei Einnahmen von gerade 4,38 Millionen Euro (Vorjahresquartal: -1,5 Millionen Euro/4,88 Millionen Euro). "Wir haben das erwartete Umsatzwachstum von 30 bis 40 Prozent nicht erreicht", gesteht die Vorstandsvorsitzende Gabriele Rittinghaus unumwunden ein.

Update.com nennt als Gründe des schlechten Abschneidens längere Vorlaufzeiten bei Projektabschlüssen auf Grund der steigenden strategischen Bedeutung von CRM (Customer Relationship Management). "Wichtig ist, dass wir die Projekte nicht verloren haben. Sie sind lediglich verschoben", so Rittinghaus. Update.com rechnet deshalb für das zweite Halbjahr mit einem deutlichen Umsatzplus von 50 bis 60 Prozent (Vorjahreswert: 6,3 Millionen Euro). Die Börse zeigte sich indes weniger optimistisch. Bis zum frühen Nachmittag hatte die update.com-Aktie in Frankfurt bereits mehr als sieben Prozent an Wert eingebüßt.