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Unisys' Jahreszahlen bleiben im Plan

17.01.2002
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MÜNCHEN (CW) - Mit einem Umsatz von 1,56 Milliarden Dollar im vierten Quartal schließt Unisys das Geschäftsjahr im Rahmen der Erwatungen ab. Verglichen mit dem Vorjahresquartal gingen die Einnahmen um rund sieben Prozent zurück.

"2001 war ein hartes Jahr und wir sind froh, dass wir es hinter uns gebracht haben" schloss Unisys-Chef Larry Weinbach die Analystenkonferenz. Alles in allem hat sich der Konzern noch mit einem blauen Auge aus dem Krisenjahr 2001 gerettet. Der Nettogewinn im letzten Jahresviertel belief sich auf 34,4 Millionen Dollar, wurde allerdings durch Sonderaufwendung in Höhe von 276,3 Millionen Dollar belastet, die durch die Entlassung von 3000 Mitarbeitern enstanden waren. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Profit von 129,2 Millionen Dollar aus-gewiesen. Einschließlich der außerordentlichen Kosten weist Unisys einen Quartalsverlust von 169,4 Millionen Dollar aus, verglichen mit einem Plus von 39,1 Millionen Dollar im vierten Quartal 2000.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 meldete der Konzern einen leichten Umsatzrückgang von 6,89 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2000 auf nun 6,02 Milliarden Dollar. Treiber des Geschäftes war vor allem der Geschäftsbereich Services, der mittlerweile drei Viertel der Unisys-Einnahmen ausmacht und im Vergleich zum Vorjahr von 4,2 Milliarden auf 4,4 Milliarden Dollar anstieg. Zurückzuführen ist dies laut Weinbach zum einen durch die klarere Fokussierung der Dienstleistungen, was auch die Kunden honoriert hätten; zum anderen habe man 25 Top-Leute großer Beratungshäuser an Bord geholt, was ebenfalls förderlich gewesen sei. Dagegen schrumpfte das Geschäft mit Hardware binnen Jahresfrist um 16 Prozent von 1,86 Milliarden auf 1,57 Milliarden Dollar. Allein der Verkauf der "Clearpath"-Server war um 30 Prozent zurückgegangen.

Für das laufenden Jahr kündigte Weinbach ein Fünf-Punkte-Programm an, das vor allem die Profitabilität der einzelnen Bereiche sowie der einzelnen Länder zum Ziel hat. Vorrang soll vor allem das Outsourcing-Geschäft haben. Zwar rechnet Weinbach, der in den USA bereits von einer leichten Erholung der Auftragslage berichtete, nicht aber mit einem sofortigem Umschwung der wirtschaftlichen Lage: "Das erste Quartal 2002 dürfte vergleichbar dem dritten Quartal 2001 verlaufen", doch spätestens ab der zweiten Jahreshälfte hofft er auf eine spürbare Besserung.