Umfrage fördert Kapazitäts-Fehleinschätzungen zutage:

Über Softwaremängel klagen die meisten Erstanwender

20.09.1978

HAMBURG (ee) - Terminüberschreitungen bei der Implementierung, vor allem aber Mängel bei der Software - das sind die Probleme, mit denen sich Deutschlands EDV-Anwender herumschlagen müssen, wenn sie Computer ins Unternehmen einführen.

Eine Umfrage der Hamburger Unternehmensberatung Handelsdienst GmbH bei 150 Erstanwendern wirft vor allem ein negatives Schlaglicht auf das Softwareangebot: Die Hälfte aller Unternehmen klagte über die Programme, 20 Prozent der befragten Unternehmen waren sogar völlig unzufrieden. Dabei hatten lediglich acht Firmen eigenen Programmierern die Softwareentwicklung anvertraut - 42 Prozent waren von Software-Häusern und 50 Prozent vom Hersteller bedient worden. Bei der Hardware war nur ein Drittel der Firmen unzufrieden.

Ursache der meisten Probleme: Anwender, Hersteller oder Software-Haus schätzten die notwendige Kapazität falsch und so mußte (in 40 Prozent der Fälle) nachträglich aufgerüstet werden.