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UDDI geht an die OASIS

30.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bereits in der vergangenen Woche berichteten wir über Neuerungen beim Web-Services-Standard UDDI (Universal Description, Discovery and Integration) - heute erfolgt nun die offizielle Ankündigung: Die rund 220 im Konsortium UDDI.org vertretenen Unternehmen übertragen die anfänglich von Microsoft, IBM und Ariba ersonnene Verzeichnisdienst-Technik an die OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards), die daraus einen offenen Standard machen soll.

Program Manager Chris Kurt begründet die Entscheidung mit der Expertise von OASIS im Bereich E-Business-Standardisierung. OASIS kümmert sich unter anderem um die Weiterentwicklung von ebXML (Electronic Business XML) und im Bereich Web-Services um den Sicherheitsstandard WS-Security. "Angesichts des Fokus von OASIS auf das B2B-Umfeld erschien dies die beste Wahl", so UDDI.org-Mann Kurt. OASIS-CEO Patrick-Gannon betonte, ebXML und UDDI ergänzten sich: "Beide lösen unterschiedliche Probleme. Wir können dabei helfen, sie gemeinsam zu promoten und zu positionieren."

Die neueste UDDI-Version 3.0 verfügt über eine Reihe neuer Features, unter anderem höhere Sicherheit und die Möglichkeit für Anwender, sich über Updates in UDDI-Registries automatisch informieren zu lassen. Die wichtigste Neuerung ist aber laut Steve Holbrook, Program Director für Emerging E-Business Standards bei IBM, eine Technik namens "Multi-Registry Topologies", mithilfe derer Unternehmen interne Web-Service-Verzeichnisse in größere branchenspezifische oder öffentliche Directories migrieren können. (tc)