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Ubisoft wehrt sich gegen die Übernahme

21.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische Computerspiele-Publisher Ubisoft muss sich mit der drohenden Übernahme durch den Wettbewerber Electronic Arts (EA) auseinandersetzen. Als Abwehrstrategie würden derzeit alle denkbaren Optionen in Erwägung gezogen, so der Firmenchef Yves Guillemot gegenüber Jornalisten. Denkbar sei beispielsweise die Übernahme des britischen Konkurrenten Eidos oder die Verschmelzung mit einer Schwestergesellschaft.

EA hatte vor Weihnachten knapp 20 Prozent der Ubisoft-Anteile von einem Investor gekauft, was die Franzosen als einen "feindlichen" Schritt werteten. Allerdings scheinen noch andere Firmen Gefallen an Ubisoft gefunden zu haben. Berichten zufolge könnten Microsoft sowie der französische Medienkonzern Vivendi an einem Einstieg interessiert sein. EA ist der weltweit größte Anbieter von Computerspielen und an der Börse rund 18 Milliarden Dollar wert.

Das Weihnachtsquartal sprach indes nicht für die Franzosen. Der Umsatz schrumpfte um 18 Prozent auf 186 Millionen Euro, was allerdings im Rahmen der eigenen Erwartungen lag. Für das laufende vierte Fiskalquartal und das kommende Geschäftsjahr zeigte sich die Company wieder optimistisch. (ajf)