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TSMC ist weniger ausgelastet

27.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC), einer der weltweit größten Auftragsfertiger von Halbleitern, hat im zweiten Fiskalquartal 22 Prozent weniger verdient, weil seine Fertigungskapazitäten weniger stark ausgelastet waren als gewohnt. Der Gewinn für den Berichtszeitraum ging auf 18,37 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (NTD) oder 74 Cent pro Aktie zurück im Vergleich zu 23,41 Milliarden NTD oder 95 Cent je Anteilschein ein Jahr zuvor. Der Rückgang fiel damit deutlich kräftiger aus als die zehn Prozent im vorhergehenden ersten Jahresviertel.

Nach Angaben der Marktforscher von iSuppli hatten die weltweiten Kunden von TSMC Kaufzurückhaltung geübt, weil sie im dritten Quartal vergangenen Jahres Rekordlagerbestände im Wert von 1,6 Milliarden Dollar angehäuft hatte. Diese Überbestände seien jetzt abgebaut, so dass es für den Rest des Jahres wieder aufwärts gehen könne. Die Fabriken von TSMC waren nach Angaben des Unternehmens im zweiten Quartal nur zu 85 Prozent ausgelastet im Vergleich zu über 100 Prozent vor einem Jahr. Für das laufende dritte Quartal erwarten die Taiwaner wieder über 90 Prozent Nutzung sowie eine Gewinnmarge um die 42 Prozent.

Seinen Wafer-Ausstoß will TSMC im dritten Quartal um rund 15 Prozent steigern. Dennoch sollen der durchschnittliche Verkaufspreis erneut um rund vier Prozent sinken nach einen Rückgang von 5,4 Prozent im zweiten Vierteljahr. Der Hersteller hatte schon zuvor gemeldet, dass die Einnahmen des zweiten Quartals gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres um 9,8 Prozent auf 58,52 Milliarden NTD gesunken sind. (tc)