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Trend Micro kauft IP-Filterexperten Kelkea

15.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Anbieter von Sicherheitssoftware Trend Micro will über seine US-Niederlassung den kalifornischen Antispam-Experten Kelkea übernehmen. Mit Hilfe des Zukaufs hofft Trend Micro künftig effizientere Lösungen auf Netzwerkebene anbieten zu können, die Schutz vor Bedrohungen wie Phishing- oder Pharming-Attacken bieten.

Kelkea, bis Mitte 2004 noch als Non-Profit-Organisation Maps bekannt, hat sich auf IP-Filterung spezialisiert. Dabei werden die Anwender vor Spam- und anderen ungewünschten Mails geschützt, indem eingehende Nachrichten von unbekannten oder anstößigen IP-Adressen blockiert werden. Zu diesem Zweck hat Kelkea derzeit rund 1,5 Milliarden IP-Adresen gesammelt. Das Unternehmen betreibt dazu eine umfassende Datenbank, die detaillierte Profile, Statistiken und historische Daten enthält. Diese Reputation Services sind das eigentliche Kapital von Kelkea.

"Diese Akquisition erweitert die Fähigkeit von Trend Micro beträchtlich, innovative Lösungen für Bedrohungen zu entwickeln, von

denen wir wissen, dass sie sich stets weiterentwickeln", so Eva Chen, CEO und Mitgründerin von Trend Micro. Man hoffe, mit diesem Zukauf einen vorderen Platz unter den Anbietern von Sicherheitslösungen einnehmen zu können.

"Die Zahl der neuen Internet-Bedrohungen wächst beständig, gleichzeitig verursachen viele bereits bekannte Angriffsformen weiterhin ernste Probleme. Unternehmen und Privatanwender stehen vor der Herausforderung, effektive und effiziente Sicherheitsvorkehrungen zu treffen", erklärt Brian Burke, Analyst beim Marktforschungsunternehmen IDC. "Dieses Bedrohungsszenario erfordert Lösungen, die Web-Filter mit Antiviren-Technologien kombinieren. Nur auf diese Weise können Netzwerkangriffe wirksam abgewehrt werden."

Trend Micro will die Kelkea-Lösungen zunächst unter den alten Markennamen vertreiben, dann aber als eigenen Service anbieten. (mb)