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Transmetas erster Chip eine Totgeburt?

23.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf Intel-emulierende Stromsparprozessoren spezialisierte kalifornische Company Transmeta wird offenbar ihren Anfang des Jahres vorgestellten Webpad-Chip "Crusoe 3120/3200" durch ein Nachfolgemodell ersetzen, das laut Brancheninformationsdienst "Computergram" wohl die Typenbezeichnung "3400" trägt. (Um Verwechslungen vorzubeugen: Es geht hier nicht um die Notebook-Prozessoren der "5xxx"-er Familie, die in den letzten Wochen für Furore sorgten!)

Der 3200 weist demnach einen grundlegenden Design-Fehler auf: Obwohl das "Chip-Betriebssystem" eifrig Gebrauch von Caching macht, verfügt der "kleine" Crusoe über keinerlei L2-Cache und nur halb so viel L1-Cache wie sein Notebook-Bruder. "Damit sieht das Teil reichlich unattraktiv aus", urteilt Peter Glaskowsky von Microdesign Resources. Bislang haben sechs Hersteller Crusoe-Webpads angekündigt, darunter AOL und Gateway. Welchen Chip diese Anbieter tatsächlich nutzen werden, durfte Transmeta-Sprecher Philip Bergman wegen der Quiet Period vor dem Börsengang seines Unternehmens nicht verraten.