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Transmetas Crusoe bekommt Sicherheitsfunktionen

15.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chip-Hersteller Transmeta integriert Sicherheitsfunktionen in die Baureihe "TM5800" des Crusoe-Prozessors. Dadurch lassen sich sensible Daten wie digitale Zertifikate und Authentifizierungsschlüssel in besonders geschützten Bereichen direkt auf dem Chip ablegen. Laut Produkt-Manager Walter Sun sind diese Bereiche für Hacker absolut unzugänglich. Die CPU soll außerdem Verschlüsselungsroutinen wesentlich schneller ausführen als herkömmliche Prozessoren. Der Chip ist vor allem für den Einsatz in Notebooks und Tablet PCs gedacht.

Hardware-kodierte Sicherheitsfunktionen, die sich außer zum Speichern von Authentifizierungsinformationen auch für ein Digital Rights Management (DRM) eignen, sind nicht unumstritten. Verbraucherschützer befürchten, dass die geplanten Funktionen zum Speichern von Hard- und Softwarekennungen zum gläsernen Benutzer führen, der zudem durch DRM-Funktionen eingeschränkt wird.

Entsprechende Entwicklungen betreibt Microsoft mit der TCPA (Trusting Computing Platform Alliance). So soll in künftigen Windows-Versionen die Sicherheitstechnologie Palladium das Management von Urheberrechten übernehmen.

Zwar lasse sich auch über die neuen Funktionen des TM5800 ein DRM realisieren, im Fokus der Entwicklung seien aber ausschließlich die Sicherheitsfunktionen und die damit verbundenen Performance-Verbesserungen gestanden, sagte Sun. (lex)