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Transmeta stellt sein Geschäftsmodell in Frage

05.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der einst mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Prozessorhersteller Transmeta stellt sein Geschäftsmodell auf den Prüfstand. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens mit Sitz im kalifornischen Santa Clara hervor. Statt wie bisher x86-kompatible CPUs zu entwickeln und zu vertreiben will sich das Management stärker auf die Lizenzierung von Chiptechniken an Drittanbieter konzentrieren. Hintergrund sind zum einen die hohen Kosten, die mit der Herstellung und dem Vertrieb der Produkte verbunden sind, zum anderen der harte Preiskampf in der Branche. Die Startup-Company schrieb deshalb regelmäßig hohe Verluste, erst im vergangenen Geschäftsquartal fiel ein Defizit von rund 27 Millionen Dollar an. Transmeta war im Jahr 2000 mit dem Versprechen angetreten, besonders energiesparende Notebook-Prozessoren zu bauen. Marktführer Intel reagierte darauf mit einer eigenen Initiative, den Stromverbrauch seiner Chips zu senken. (wh)