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Transmeta senkt Umsatzerwartungen

09.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen der schwachen Nachfrage rechnet Transmeta im dritten Quartal nur noch mit Umsätzen in Höhe von fünf Millionen Dollar. Bislang hatte der Chipdesigner Einnahmen in Höhe von 8,9 Millionen Dollar erwartet. Als Grund für düsteren Prognosen erklärte das Unternehmen, im Schlüsselmarkt Japan würden die Kunden ihre Bestellmengen aufgrund des schlechten wirtschaftlichen Umfelds drastisch reduzieren. Außerdem sei es zu Verzögerungen bei der Serienfertigung des neuen "Crusoe"-Prozessors "TM 5800" (Computerwoche online berichtete) gekommen. Der Hersteller von stromsparenden Emulationsprozessoren beschloss daher, den Typ im dritten Quartal noch nicht in Produktionsstückzahlen auszuliefern.

Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2001 verbuchte der Chipdesigner bei Einnahmen in Höhe von 10,5 Millionen Dollar einen Nettofehlbetrag von 69,3 Millionen oder 54 Cents je Anteilsschein. Im vorhergehenden Dreimonatszeitraum betrugen die Umsätze noch 18,6 Millionen Dollar (Computerwoche online berichtete).

Um ihre Verkaufszahlen zu steigern, hat die Company bereits begonnen, ihre Crusoe-Prozessoren bei Herstellern von Netzwerk-Equipment, Druckern und anderen Embedded-Geräten zu vermarkten. Obwohl es Transmeta gelang, einige Deals mit großen Notebook-Herstellern an Land zu ziehen, befürchten Analysten, dass der Chiphersteller in einem Nischenmarkt stecken bleibt. Nach Schätzungen eines Experten von Mercury Research verkaufte das kalifornische Unternehmen im ersten Jahr seit Produktreife nur rund 500 000 Chips.