Tragbarer PC wird zur Musikbox Eine Midi-PCMCIA-Soundkarte macht Notebook zum Tonstudio

10.03.1995

MUENCHEN (CW) - Eine 16-Bit-Stereokarte fuer Notebooks stellt die Media Vision Technology GmbH, Oberhaching, mit der "PCMCIA Soundkarte" in Hannover vor.

Hinter PCMCIA verbirgt sich die Personal Computer Memory Card Internationale Association, die mit ihren Standardisierungs- Festschreibungen innerhalb von zwei Jahren eine allgemein anerkannte Industrienorm entwickelt hat.

Die PCMCIA-Soundkarte basiert auf dem 16-Bit-Audiochipset "Media Visions Jazz 16", ermoeglicht nach Herstellerangaben Aufnahme und Wiedergabe in CD-Qualitaet und unterstuetzt die Standards MPC und MPC 2 sowie die Betriebssysteme DOS und Windows 3.1. Sie ist hundertprozentig "Adlib"-kompatibel. Soundblaster-Kompatibilitaet wird durch eine Emulation erzielt.

Weitere Eigenschaften der Karte sind ein FM-Synthesizer, ein softwaregesteuerter Mixer und ein Game-Port. Zusaetzlich verfuegt der externe Audioadapter ueber manuelle Lautstaerkenkontrolle, einen MIDI/Joystick-Port, Anschluesse fuer Line-In und -Out sowie ein Mikrofon. Die integrierte MIDI-Schnittstelle (Musical Instrumental Digital Interface) erlaubt die Steuerung von MIDI-kompatiblen Synthesizern ueber das Notebook. Bei einem 16-Bit-digitalen Stereosound kann die Karte bis zu einer Sampling-Rate von 44,1 Kilohertz aufnehmen beziehungsweise wiedergeben. Der softwaregesteuerte Mixer erlaubt es, gleichzeitig mehrere Audioquellen aufzunehmen.

Audiodateien komprimiert und dekomprimiert das System ueber Hardware im Verhaeltnis vier zu eins nach der MPC-2-Spezifikation. Zum Lieferumfang der rund 500 Mark teuren Karte gehoert die Spracherkennungssoftware "Talk-2-Plus" von Dragon Systems sowie "Soundimpression" und "Recording Studio" von Midisoft.