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Toshiba nimmt Rambus-Technik in Lizenz

06.07.2006
Mit dem japanischen Elektronikkonzern Toshiba hat ein weiterer Hersteller eingewilligt, an den kalifornischen Chipdesigner Rambus Lizenzgebühren für dessen SDRAM- und DDR-SDRAM-Technik zu zahlen.

Finanzielle Details der Zahlungen wurden nicht veröffentlicht. Rambus bemüht sich seit geraumer Zeit, auch Hersteller von Mainstream-Speicherbausteinen zur Kasse zu bitten. Die meisten sträubten sich mit der Begründung, Rambus habe seine Patente verschwiegen, als die neuen Speichertechniken seinerzeit unter Rambus-Mitwirkung vom Joint Electron Devices Engineering Council (JEDEC) standardisiert wurden.

Im Jahr 2000 war die deutsche Infineon Technologies Speerspitze eines Aufstandes gegen Rambus. Sie verklagte die Kalifornier wegen Missbrauchs seines Einflusses im JEDEC. Rambus gewann aber den Prozess und hat seither verschiedene andere Chipbauer verklagt. Im April verurteilte ein kalifornisches Gericht Hynix zur Zahlung von gut 300 Millionen Dollar Schadenersatz; die Koreaner legten dagegen Berufung ein. Mit einigen anderen Herstellern, darunter auch Infineon, hat sich Rambus bereits verglichen. (tc)