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Torvalds gibt Testversion des Linux-Kernels 2.6 frei

15.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine Betaversion des lang erwarteten Linux-Kernels 2.6 steht seit gestern zum Download bereit. Die Entwicklung der fertigen Version soll höchstens sieben Monate dauern, schreibt Linus Torvalds in der Linux Kernel Mailing List. Gleichzeitig fordert der Linux-Initiator Entwickler und Anwender auf, den neuen Kern intensiv zu testen. Dazu sollen Linux-Händler die Betaversion mit ihren Distributionen verbreiten.

Torvalds zählt in seinem Posting auf, was sich im Vergleich zur Kernel-Version 2.5.75 geändert hat. Verbessert wurde unter anderem die Unterstützung für NUMA (Non Uniform Memory Access). Die Technik soll auf Multiprozessor-Rechnern dafür sorgen, dass die einzelnen CPUs immer auf die am nächsten liegenden Speicherbereiche zugreifen. Dadurch ist eine schnellere Datenbearbeitung möglich, da Leerlaufzeiten der Prozessoren vermieden werden. Außerdem haben die Kernel-Entwickler den Support für Embedded-Prozessoren überarbeitet. Dadurch soll Linux nun besser auf PDAs (Personal Digital Assistants), und Geräten wie DVD-Playern laufen. Weitere Optimierungen sollen für kürzere Reaktionszeiten auf Nutzereingaben wie Mausklicks und Tastaturanschläge sorgen. Neuerungen gibt es des Weiteren bei den so genannten "Block-Device"-Treibern, durch die sich nun Festplatten und CD-Laufwerke besser ansprechen lassen sollen. (lex)