Topmanager nehmen sich Zeit für die IT

19.02.1999

DARMSTADT (CW) - Daß die Informationstechnik für Unternehmen zum erfolgskritischen Faktor wurde, ist auch immer mehr Managern bewußt. Diesen Schluß ziehen die Unternehmensberatung A.T. Kearney und das Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung nach einer Befragung von 213 Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern aus den "Fortune-500"-Unternehmen. Demnach haben 87 Prozent der Befragten der Aussage widersprochen, daß die IT sich nur wenig auf die Profitabilität auswirke. 1996 waren es erst 48 Prozent.

Als Indiz für die steigende Bedeutung der IT wertet A.T. Kearney auch die Absicht von 68 Prozent der Interviewten, die Investitionen in diesem Bereich in den nächsten drei Jahren zu steigern. Zugleich wendet jeder zweite Manager mehr als zehn Prozent seiner Zeit auf, um sich über die Entwicklungen der Informationstechnik zu informieren. Dazu Fred Schneidereit, Principal von A.T. Kearney: "Ein Bankdirektor kann es sich heute nicht mehr leisten, Entscheidungen zu treffen, ohne die Hintergründe zu verstehen. Er muß wichtige Entwicklungen in der IT selbst verarbeiten, bewerten und einordnen, auch wenn er Jurist ist." Darum solle die Hard- und Software-Industrie prüfen, ob der mögliche Nutzen ihrer Produkte auch Nichtfachleuten rasch verständlich wird.