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TK-Markt: EU leitet Verfahren gegen Deutschland ein

27.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Europäische Kommission will in Deutschland, Italien und Spanien den TK-Wettbewerb im Ortsnetzbereich forcieren. Zu diesem Zweck hat der EU-Wettbewerbswächter Mario Monti ein Untersuchungsverfahren gegen die Deutsche Telekom eingeleitet, die seiner Meinung nach von den Mitbewerbern zu hohe Nutzungsgebühren für die sogenannte "letzte Meile" erhebt. Da der Ex-Monopolist 97 Prozent der Kupferleitungen im lokalen Festnetzbereich besitzt, sind die Konkurrenten, die im Ortsnetz ebenfalls aktiv werden wollen, gezwungen, Leitungen von der Telekom zu mieten. Brüssel will nun untersuchen, ob die Gebühr von 25,40 Mark, die der deutsche TK-Riese von seiner Konkurrenz verlangt, den tatsächlichen Anschlusskosten entspricht. Befürchtet wird allerdings, dass die Telekom im Falle der Anschlusskostensenkung die monatlichen Grundgebühr für den Endverbraucher anheben wird.