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TK-Flaute zwingt Equant und Sonera zu Entlassungen

24.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auch in dieser Woche kostete die anhaltende Flaute auf dem europäischen TK-Markt Tausende von Arbeitsplätze: Als Resultat der Fusion mit Global One Ende Juni bestätigte der Carrier Equant jetzt, 3000 Stellen oder zwanzig Prozent seiner Arbeitskräfte zu kündigen (Computerwoche online berichtete). Die Hälfte davon sollen noch bis Ende des Jahres gehen. Mit den Entlassungen hofft Equant, jährliche Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Dollar zu realisieren. Aufgrund der Stellenkürzungen rechnet der niederländische Datennetzbetreiber im laufenden Geschäftsjahr mit einer zusätzliche Belastung von 40 bis 50 Millionen Dollar. Mehrheitsaktionär France Telecom will davon die Hälfte tragen. Equant hofft, seine Pro-Forma-Einnahmen 2001 auf drei

Milliarden Dollar zu steigern und im vierten Quartal ein positives Ebitda-Ergebnis zu schreiben.

Auch der finnische Mobilfunkkonzern Sonera kündigte an, 1000 Mitarbeiter oder neun Prozent seiner rund 11 000 Angestellten aus Rationalisierungsgründen zu entlassen. Von den Stellenkürzungen erhofft sich das Unternehmen jährliche Einsparungen zwischen 50 und 60 Millionen Euro. Die dadurch entstehende, einmalige Belastung in Höhe von fünf Millionen Euro will das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr ausweisen, die Summe soll das Geschäftsergebnis 2001 jedoch nur gering belasten. Sonera war durch milliardenschwere Investitionen in UMTS-Lizenzen in Deutschland, Italien, Spanien sowie Finnland unter Druck geraten und gab vor kurzem sogar eine norwegische Lizenz zurück.