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Time Warner und SEC vor Einigung

24.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Time Warner und die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) stehen Medienberichten zufolge kurz vor einer Beilegung der schon lang andauernden Ermittlung wegen der Bilanzierungsmethoden der Time-Warner-Sparte America Online (AOL).

Ein wie auch immer gearteter Vergleich dürfte demnach eine Geldstrafe von mehreren Hundert Millionen Dollar beinhalten, die genaue Höhe ist jedoch noch unklar. Die "Washington Post" hatte in diesem Zusammenhang einen Betrag von 750 Millionen Dollar kolportiert. Time Warner hatte zuletzt 500 Millionen Dollar Rückstellungen für die Beilegung der SEC-Ermittlung und der parallelen Untersuchung des US-Justizministeriums gebildet.

Die Höhe der Geldbuße könnte sich indes noch ändern. Beide Seiten führten intensive Verhandlungen, schreibt das "Wall Street Journal", und eine Übereinkunft stehe noch nicht unmittelbar bevor. Time Warner hat großes Interesse daran, die leidige Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, damit es weitere Zukäufe tätigen oder restrukturieren kann. In Aktien zahlen kann der Konzern Übernahmen aufgrund der laufenden Ermittlung zurzeit nicht. Im vergangenen Jahr hatte er zudem einen geplanten Börsengang seiner Kabelsparte unter Berufung auf die SEC-Ermittlung abgeblasen. (tc)