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Time Warner steigert Umsatz und Profit

04.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Medienkonzern Time Warner hat seinen Nettoprofit im vierten Quartal 2004 dank der starken Nachfrage nach digitalen Videos und schnellen Internet-Zugängen gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Wie das Unternehmen bekannt gab, stieg der Überschuss von 639 Millionen Dollar auf 1,13 Milliarden Dollar oder 24 Cent pro Aktie. Der Profit vor Sondereffekten betrug 20 Cent je Anteil - Analysten hatten im Schnitt mit einem Pro-forma-Plus von 16 Cent pro Aktie gerechnet. Der Umsatz wurde von 10,94 Milliarden auf 11,11 Milliarden Dollar verbessert, lag damit aber noch unter dem Wallstreet-Konsens von 11,18 Milliarden Dollar.

Im Gesamtjahr steigerte der Konzern seine Erlöse um sechs Prozent auf 42,1 Milliarden Dollar. Der Nettoprofit kletterte gleichzeitig von 2,6 Milliarden auf 3,4 Milliarden Dollar. Darin bereits enthalten sind Abzüge in Höhe von 510 Millionen Dollar. Time Warner hatte das Geld Mitte Dezember an die US-Börsenaufsicht SEC und das Justizministerium gezahlt, um den Rechtsstreit wegen Bilanzmanipulationen bei der Internet-Tochter America Online (AOL) beizulegen.

Der Onlinedienst verbuchte im vergangenen Jahr einen weiteren Kundenrückgang. So sank die Zahl der US-Nutzer um zwei Millionen auf 22,2 Millionen Nutzer. AOL Europe zählte Ende 2004 noch 6,3 Millionen Kunden, das sind 49.000 weniger als vor Jahresfrist. Dank höherer Werbeeinnahmen stieg der AOL-Umsatz jedoch um ein Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisation legte im Jahresvergleich von 662 Millionen auf 934 Millionen Dollar zu. (dpa/mb)